Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung

Menschen, die wegen einer Erkrankung oder Behinderung nicht oder über kaum Lautsprache verfügen benötigen "Unterstützte Kommunikation" (UK). Mit Unterstützter Kommunikation werden alle pädagogischen,  therapeutischen und technischen Hilfen bezeichnet, die Personen ohne oder mit erheblich eingeschränkter Lautsprache zur Verständigung angeboten werden.

Es geht um Menschen, die sich nicht über die Lautsprache verständigen können, kaum sprechen, sehr schwer verständlich sprechen, nur einem vertrauten Personenkreis gegenüber sprechen, nur unter bestimmten Rahmenbedingungen sprechen können.

Sprechen können beinhaltet Gefühle und Wünsche zu benennen, Personen zu benennen, Zeit, Ereignis und Orte zu nennen, erzählen zu können und Fragen zu stellen. Über Sprache gehen wir in Beziehung zu anderen Menschen und Grenzen uns ab. Sprache ist ein wichtiger Faktor, um an der Gesellschaft teilhaben zu können.

Unterstützte Kommunikation zielt darauf, die Kommunikationsmöglichkeiten nichtsprechendender Menschen zu verbessern, indem ihnen Hilfsmittel, Techniken und Strategien zur Verfügung gestellt werden, die die Lautsprache ergänzen (augmentative) oder ersetzen (alternative) (Braun, 1994).

Wir kommunizieren über Inhalte, die für uns von Bedeutung sind und im "hier und jetzt" einen Sinn ergeben. Daher ist es wichtig, dass eingesetzte Hilfsmittel sich an den Wünschen und Interessen der unterstützt kommunizierenden Person  und an deren aktuellen kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten ausrichten. Dabei sollte ein Kommunikationshilfsmittel auch immer Wachstum und Erweiterung ermöglichen.